Die Realität sieht derzeit so aus, dass es keinerlei Richtlinien dafür gibt, bis zu welcher Lichtintensität eine ,(gute Ausleuchtung) gewährleistet wird. Demensprechend können Angaben zur Ausleuchtungsfläche von Lampen ebenso gut zutreffen, wie sie absolut unrealistisch sein können.
Wirkliche Gewissheit erlangt man nur, wenn man mit einem PAR-Meter im eigenen Aquarium misst.

Ich konnte feststellen, dass die Korallen neben dem richtigen Spektrum eine ausreichende Beleuchtungsstärke benötigt wird.  Diese muss mindestens den photosynthetischen Sättigungspunkt erreichen, damit die Koralle auf Dauer überleben kann.
Zu viel Licht ist hierbei tendenziell besser als zu wenig, immer vorausgesetzt, dass die Koralle mit einem breiten Vollspektrum bestrahlt wird und die Verfügbarkeit von Stickstoff, Phosphor und Aminosäuren gesichert ist. Auch muss die Koralle langsam an intensive Lichtintensitäten gewöhnt werden.
Der Grund für diese Feststellung ist, dass Korallen Schutzmechanismen entwickelt haben, um sich vor zu starkem Lichtintensitäten zu schützen. Sie haben jedoch nur in sehr geringem Masse eine Anpassung an Schwachlichtverhältnisse entwickelt. Ein Beispiel hierfür währe die rote Tierfluoreszenz, welche jedoch in der Aquaristik einfach aus dem Grunde heraus, dass diese Korallen Temperaturen über 22 Grad auf Dauer schlecht vertragen, von sehr geringer Bedeutung ist.

Nimmt man die verschiedenen Ergebnisse der Forschung zur photosynthetischen Sättigung und Beobachtungen aus der Aquaristik zusammen, so kann man daraus eine grobe Faustformel ableiten: Lps Korallen benötigen mindestens 100 PAR über mehr als 8 Stunden, um ihren Tagesbedarf an Energie über die Fotosynthese decken zu können. 
Sps benötigen über denselben Zeitraum etwa 210 PAR im Minimum.
Die Werte Lps 100 PAR und Sps 210 PAR stellen demnach die Minimalwerte für die Bewertung einer maximal nutzbaren Ausleuchtungsfläche dar.
Natürlich ist bei diesen Werten nicht von guter Farbausprägung oder starkem Wachstum zu sprechen, aber sie sichern zumindest das überleben der meisten Korallen und können somit minimale Grenze angenommen werden.

 Quelle ( Marius Schmann)